Gestaltungsabschnitt- Vorgarten
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1. Der Garten vor dem Haus

1.1 Suche nach dem neuen Aussehen.

In den Nachkriegsjahren wurde die Gesamtfläche als Gemüsegarten und Kartoffelacker, so wie als Nutz- und Weidefläche für unsere Haustiere genutzt.

Da der Staat die gesamte Villa ( rechts daneben, die uns damals auch als Wohnhaus diente ) als Kindergarten nutzen wollte, durfte mein Vater ein EFH auf meinen Namen in den Jahren 1952/53 in der DDR auf diesen Flächen erbauen und einen Großteil des Geländes dazu nehmen.

Damit trat auch meine Mutter auf den Plan und richtete auf der Fläche vor dem Haus ihren Blumen- und Staudengarten ein.

 

Als sie Anfang der 80iger Jahre feststellen mußte, dass ihr Rücken nicht mehr mitmachen wollte und wußte ihr Sohn hat kein Interesse an Gartenarbeit, begann sie den Garten umzugestalten und setzte etliche Walcholderbüsche in den Vorgarten. Damit wollte sie der Verwilderung etwas entgegen setzen.

Als sie Ende der 80ziger Jahre dann in ein Altenheim zog, um den Jammer nicht täglich vor Augen zu haben, entwickelten sich die Wachiolderbüsche schon prächtig.

Der Sohn ließ tatsächlich wachsen, was wachsen wollte und nannte es aus Bequemlichkeit oder Faulheit "Naturgarten", ökologisch und biologisch rein!

Doch einige Jahre später wiurde es auch ihm zuviel, denn inzwischen glaubte auch er , bereits auf dem Friedhof zu wohnen und zu leben.

Zuerst wurden Stauden freigelegt und weitere Stauden angepflanzt. Später dann nach und nach die großen Wacholderbüsche mit Stumpf und Stiel entfernt.

 

Doch das Unkraut bekam immer wieder die Oberhand und auch die Maulwürfe taten in den Rasenflächen ihr übriges. Es war zum Verzweifeln!

 

Anfang der 90ziger Jahren kam ich dann auf die Idee, die Rasenfläche mit alten Holztoren, Dachziegeln und Mauersteinen zu unterfüttern.

Das geschah folgendermaßen:

Zuerst wurde die Rasennarbe aufgenommen und stückweise gestapelt, danach wurden mehere metertiefe Gräben ausgehoben und der Rasen darin versenkt.

Auf diese Freifläche wurde dann wieder die Erde stückweise zusammen geschoben und die Baumaterialien ausgelegt und anschließend mit ca 10cm Erde überdeckt. Danach neuer Rasen angesät.

Leider hatten die Maulwürfe bereits nach einem Jahr wieder Stellen gefunden, durch die sie die Erde nach oben drückten. Auch verdorrte der Rasen sehr schnell , wenn etwas länger die Sonne schien und es sah wieder nicht schön aus.

Was also tun? Nachdem ich mir das auch wieder einige Jahre mitangesehen hatte und inzwischen einen Großteil der Wacholderbüsche entfernt hatte, holte ich die Baumaterialien ( die Holztore waren inzwischen fast verrottet ) alle wieder aus der Erde. Das war noch fürchterlicher als sie einzugraben.

Das dauerte 2 Sommer. Doch damit nicht genug, begann ich dann den Rasen wieder zu versenken und pflanzte nach und nach Storchenschnabel-Bodendecker auf diese Flächen. Nachdem alle Wacholderbüsche bis auf einen Busch entfernt waren und auch diese Flächen mit Storchenschnabel bepflanzt waren, fanf ich es zuerst sehr angenehm, denn es gab kaum noch Unkräuter , der Garten tauchte im Frühjahr voll in ein rosarotes Blütenmeer, im Herbst hat die Fläche ein herrliches Herbstlaub und im Winter ist die immergrüne Pflanze auch noch zu sehen.

Eigentlich perfekt, doch auf Dauer etwas langweilig!

Nur Bodendecker war dann doch zu einfach! So kam mir im Herbst des Jahres 2009 die Idee, diese große Fläche mit herrlichen Rosen zu beleben.

Im Frühjahr 2011 war die Umgestaltung dann mit ca 110 edlen Rosen beendet.

 

Mehr Eindrücke zu diesem Bild gibt es im Rosarium oder hier bitte anklicken!

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