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Vorwort
Blick in den Vorgarten

 

 

Die viele Arbeit. die ich in den Garten stecke, ist dem Andenken an meine verstorbene Mutter gewidmet.

Viele Jahre hat sie sich gemüht, dass 2300 m2 Grundstück einigermaßen in Ordnung zu halten, wobei sie auch ihre ganze Liebe zum Garten in den Vorgarten steckte. Er war viele Jahre ein wahres Schmuckstück, doch ab dem 75. Lebensjahr wollte auch bei ihr der Rücken nicht mehr mitmachen, trotzdem versuchte sie noch weitere 2 Jahre ihr Bestes.

Um nicht mit ansehen zu müssen, wie ihr Sohn alles verunkrauten lassen würde, zog sie unerwartet in ein Altenheim, doch das war sie ihr lebenlang nicht gewohnt gewesen. Als dann im Osten ein neuer Wind wehte mit einem christlichen neuen Heimleiter, der dann sehr unchristlich in der Zeitung verkündete, dass die Bewohner bis zu 3600 DM künftig monatlich zahlen müßten, verabschiedete sie sich vom Erdendasein.

Danke Deutschland! Danke Helmut Kohl mit den blühenden Landschaften!

Bei mir sah das dann so aus, dass ich alles wachsen ließ und mir einredete "ich hätte einen biologisch-ökologischen Garten!

Es dauerte danach noch ca 5 Jahre bis ich endlich erwachte und den Garten mit neuen Ideen wieder auf Vordermann zu bringen begann.

Dabei half mir sehr, dass ich in meinem Alter im neuen Deutschland keine echte berufliche Chance zum Neubeginn bekam.

Doch das war sehr schwer, weil ja nun erst einmal wieder Grund hinein gebracht werden mußte, doch wie besonders der Vorgarten wirklich aussehen sollte, wußte ich nicht, woher auch, denn ich hatte keinerlei gärtnerische Erfahrungen.

Weitere 5 Jahre war ich nun damit beschäftigt, mal hier und dann mal da etwas Neues zu beginnen. Dabei verschwanden einer nach dem anderen, von den nun bereits groß gewordenen Coniferen, im besonderen die Wacholderbüsche. Jetzt gibt es nur noch einen einzigen Strauch und der wurde auch von unten ausgesägt.

Als ich merkte, dass die Maulwürfe den Rasen ständig mit vielen Haufen beglückten , kam die erleuchtende Idee. Vor 8-10 Jahren begann ich dann auch die Rasenfläche immer kleiner werden zu lassen und pflanzte Sträucher und große Stauden.

Zum Schluss war der Rasen vollständig verschwunden, denn vor 2 Jahren begann ich Storchenschnabel zu pflanzen. Als ich 2009 merkte, nun würde er zwar ordentlich, aber etwas langweilig aussehen, entschloß ich mich den Vorgarten mit edlen Rosen zu bereichern und damit werde ich 2011 fertig sein.

Inzwischen bin ich 68 Jahre und hoffe den Vorgarten dann so hergerichtet zu haben, das ich rundum zufrieden bin, denn inzwischen will auch mein Rücken nicht mehr so recht mitmachen. Das soll jedoch nicht heißen, dass ich nichts mehr im Garten tun möchte, oh nein, im Grundstück hinter dem Haus habe ich noch viele Entfaltungsmöglichkeiten.

Leider wird von der vielen Gartenarbeit und dem beträchtlichen finanziellen Einsatz später nur eine fremde Familie den Nutzen haben, da meine Kinder das Grundstück offenbar verkaufen wollen, da ja keiner den anderen auszahlen kann. Es lebe Deutschland (BRD) !